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Zuguleaiñ – Wir werden sprechen – Doku und Vortrag ü. d. Mapuche in Chile

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Zuguleaiñ –  Wir werden sprechen, ein mit Bedacht gewählter Titel, denn vor kaum zwei Jahren organisierten junge Mapuche das erste Mapuzungun-Internat im Süden Chiles. Mapuzungun ist die Sprache der Mapuche. Eine Studie besagt, dass unter den 10 bis 19-jährigen Mapuche lediglich 14,3% Grundkenntnisse ihrer Sprache haben. Eine ähnliche Prozentzahl ist auch bei den 20 bis 29-jährigen zu erkennen. Nur die Mapuche zwischen 70 und 79 Jahren weisen profunde Kenntnisse ihrer Sprache auf und viele sprechen sie auf muttersprachlichem Niveau.

„Wir stehen nun an einem kritischen Punkt“, dachten sich die Organisator_innen der Internate und setzten dieser Dringlichkeit Hingabe und Engagement für den Erhalt und die Revitalisierung des Mapuzungun entgegen. Dieses erste Mapuzungun-Internat war ein Meilenstein. Nach nur zwei Jahren sprechen viele schon Mapuzungun und organisieren im ganzen Mapuche-Territorium Sprachkurse und Internate. Der Zulauf gerade von jungen Mapuche aus allen Teilen der Gesellschaft ist enorm.

In 40 Minuten zeigt der Dokumentarfilm die Umsetzung des ersten Mapuzungun- Internats in Wallmapu. Um die 60 junge Menschen kamen für drei Wochen in einem traumhaften Ort namens Llaguepulli, in der Nähe des Meeres zusammen. Ziel dieses Sprachcamps war und ist die Revitalisierung der Mapuche-Sprache. Vielfältige Aktivitäten in der Mapuche-Gemeinde in Llaguepulli unterstützten den (für viele) ersten Spracherwerb.

Vortrag und Dokuvorführung

mit Alina Rodenkirchen  – Mapuche Koordinatorin der GfbV e.V.

22.11.2016 – 19 Uhr im IZ

Organisiert in Zusammenarbeit mit:

gesellschaft bedrohte