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Aufruf: PEGIDA Blockieren 23.02.2015

Unsere Solidarität gegen ihren Rassismus: Für Frieden, Gleichberechtigung und Freundschaft!

Gib Nazis und PEGIDA keine Chance!

In Frankfurt versuchen PEGIDA und Nazis immer wieder, Hand in Hand zu demonstrieren. Seit Wochen stehen sie jeden Montag auf der Hauptwache und wollen ihren menschenverachtenden Hass auf den Islam verbreiten: „Freie Wähler“, AfD, NPD, „Nationale Sozialisten Rhein-Main“, „Identitäre“, die völkischen Nazis aus dem „Freien Netz Hessen“ sowie Islamhasser_innen des Netzwerks „Politically Incorrect“ und um die „Pädagogin“ Heidemarie Mund, die bezeichnenderweise von der Bertelsmann-Stiftung für ihre Verdienste um die „Integration“ ausgezeichnet wurde.

Sie hetzen alle zusammen gegen „den Islam“ und meinen damit unser Kolleginnen und Kollegen, unsere Nachbarn, Freunde, Mitschülerinnen und Mitschüler. So wollen sie die Frankfurter Hauptwache zu einem „Platz für Rassismus“ machen. Das dulden wir nicht. Darüber diskutieren wir nicht. Dem treten wir entschlossen und gemeinsam entgegen.

Unser Ziel ist, dass sich viele Menschen dem Protest gegen Pegida anschließen und zeigen, dass sie keine rassistische Hetze wollen. Wir wollen dem Hass von Pegida unser solidarisches Zusammenleben entgegenstellen. Wir wenden uns deshalb an die Bevölkerung Frankfurts und wünschen uns, dass die Hauptwache zu einem Platz der internationalen Solidarität und der Freundschaft wird.Bisher konnte PEGIDA in Frankfurt nicht demonstrieren. Es ist ihnen nicht gelungen, ihr von Polizeiknüppeln und Pfefferspray vor uns gesichertes Freiluftgehege auch nur ein Mal zu verlassen. Das soll so bleiben.

Wir wollen in einer Gesellschaft der Gleichberechtigung, der Solidarität und des Friedens leben. PEGIDA will das Gegenteil. PEGIDA nutzt der Propaganda von Krieg, Ungleichheit, dem Abbau demokratischer und sozialer Rechte: Niedriglohnpolitik und Sozialabbau, Aufrüstung und Militarisierung, Sicherheitshysterie und Überwachung, die Regierungen aller Parteien (bislang außer der LINKEN) in den vergangen Jahren im Interesse der Reichen und der Unternehmer betrieben haben, führt bei immer mehr Menschen zu Unsicherheit und Existenzangst. Wer meint, an niedrigen Löhnen und Renten seien „die Ausländer“ schuld, ist nur zu feige, zu bequem oder zu unwissend, sich mit den Unternehmern anzulegen und schimpft stattdessen lieber auf „die Muslime“; wer gegen Flüchtlinge hetzt, unterstützt damit die menschenverachtende und tödliche Praxis der FRONTEX an den Außengrenzen der EU und trägt zu einem Klima bei, in dem jetzt immer öfter Unterkünfte von Flüchtlingen oder islamische Einrichtungen angegriffen werden; wer „Islamisierung des Abendlands“ schreit, dient der Kriegspropaganda und der Überwachungshysterie der Herrschenden und ihres Staats.

Wir haben gute Gründe, den Sicherheitsorganen dieses Staats nicht zu trauen. Die Polizei stellt sich jedesmal wieder auf der Seite von PEGIDA. Ohne ihren Schutz könnte sich dieses Grüppchen von Nazis und Rassisten gar nicht erst versammeln. Dieses Verhalten kennen wir seit vielen Jahren. Damit stellt sich die Polizei auch aktuell wieder in die Tradition der Begünstigung von faschistischen und rassistischen Angriffen: vom Oktoberfestanschlag in München 1980 über die rassistischen Pogrome in den 1990er Jahren bis zur noch heute andauernden vielfältigen Hilfe für den „Nationalsozialistischen Untergrund“, den es ohne Polizei und Verfassungsschutz sowie deren politische Rückendeckung bis hinauf ins Bundeskanzleramt nie hätte geben können. Nachweislich duldet PEGIDA in Frankfurt und überall sonst bewusst die Anwesenheit offener und bekannter Nazis in ihren Reihen, auch wenn sie das wider besseres Wissen öffentlich leugnen. Wir verstehen die Kundgebungs- und Demonstrationsversuche von PEGIDA deshalb mit guten Gründen als Ansammlung von Rassist_innen und Nazis.

Öffentliche Auftritte von Nazis und ihren Bündnispartnern können nach unserer Ansicht nicht hinreichend durch Protestkundgebungen oder demonstrationen konfrontiert werden. Sie erfordern Aktionen des zivilen Ungehorsams und des Widerstands

An die tausende Menschen, die am 26.1. auf dem Römerberg für eine solidarische Gesellschaft demonstriert haben, an alle Antifaschistinnen und Antifaschisten appellieren wir: lasst den Worten Taten folgen! Helft mit, PEGIDA zu blockieren!

 

  • Faschismus kann sich nicht auf „Meinungsfreiheit“ berufen.
  • Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda.
  • Darum stehen wir gemeinsam, Schulter an Schulter gegen den Faschismus.

 

Und das wollen und werden wir so oft tun, bis PEGIDA aufgibt.

  • Kommt mit uns an die Hauptwache, Montag, 23. Februar, ab 16:30 Uhr.

 

Anti-Nazi-Koordination / Bündnis 8. Mai / Internationales Zentrum / SDAJ / YDG / Zusammen e.V.

 

Achtet auf aktuelle Ankündigungen:

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